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Jede OP beinhaltet erhebliche Risiken.

Diesen Risiken können Sie dann nicht entgehen, wenn die Operation dringend oder gar lebensnotwendig ist. Sie haben dann die Wahl, entweder das Risiko einzugehen oder möglicherweise zu sterben.

Anders sieht es im Bereich der sogenannten Schönheitschirurgie aus.

Diese Eingriffe sind niemals lebensnotwendig. Sie gehen aber mit der ganz normalen Risikostruktur einher.

Schon bei dem ersten Hautschnitt werden Millionen von Nerven verletzt. Durch falsches Präparieren kommt es immer wieder zu hässlichen Narben, das avisierte OP-Ergebnis wird nicht nur verfehlt, sondern der Körperzustand danach noch schlimmer (häufig: Bauchdeckenplastiken), immer wieder treffen wir auch auf Patienten mit Nervverletzungen (häufig: Face-lifting). Oft rufen uns auch Patientinnen nach Injektionen mit Botox an und beklagen erhebliche Nebenwirkungen.

Hinzu treten die allgemeinen Operationsrisiken wie die der Vollnarkose. Wenngleich schwere Nebenwirkungen der Allgemeinanästhesie heutzutage durch moderne Narkosemittel relativ selten geworden sind, ist die Narkose immer noch ein nicht unerheblicher Eingriff in den Körper. Da die Schönheitsoperation nicht lebensnotwendig ist, wird dieses Restrisiko ohne wirklich streng gestellte Indikation in Kauf genommen.

Über alle Risiken müssen Sie als Patient aufgeklärt werden.

Fachkliniken für plastische Chirurgie benutzen in aller Regel ausreichend klar formulierte Aufklärungsbögen und befassen sich mit dem Patienten präoperativ ausreichend.

Leider sieht das in der Grauzone der Schönheitschirurgie immer wieder anders aus.

Ohne hinreichende Risikoaufklärung können Sie sich aber nicht in aller Ruhe und unter hinreichender Bedenkzeit für oder gegen die OP entscheiden.